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Um den kleinen Rechner zum leben zu erwecken benötigen wir als erstes ein Betriebssystem. Ich habe mich zu einem Armbian entschieden. Da der OLinuXino bei mir Headless läuft und ich für die grundlegende Konfiguration kein Monitor und Tastatur aufbauen möchte, werden wir die Netzwerkeinstellungen und das zulassen des ssh-login als ‚root‘ vor dem ersten Start konfigurieren. Für alle die einen Pi nutzen gibt es genug Anleitungen auf anderen Blogs. Doch die Vorgehensweise ist quasi die selbe.

Inhalt

Armbian Buster installieren
    Image auf SD-Karte kopieren
    Headless ssh Login möglich machen
    Feste IP-Adresse
    ‚root‘ ssh Login ermöglichen
First Login
Armbian Konfiguration

Armbian Buster installieren

Auf meinem Notebook läuft ein Manjaro Linux (Arch Linux). Daher setzt meine Beschreibung hier das arbeiten mit einem Linux-Rechner voraus. Alle die auf Windows arbeiten können zum kopieren des Image auf die SD-Karte Etcher oder Win32 Disk Imager verwenden.

Einen Link zum aktuellen Armbian (Debian Buster) Image für den A20-OLinuXino-Micro findet man auf der Seite von Olimex.

Image auf SD-Karte kopieren

Nach dem Download muss das Archiv entpackt werden. Damit dann das enthaltene Image auf die SD-Karte übertragen werden kann. Dies tun wir mit dem Befehl dd. Doch vorher müssen wir kontrollieren unter welchem Pfad wir die SD-Karte ansprechen können, nach dem sie im Lesegerät steckt. Dazu können wir folgenden Befehl ausführen:

sudo fdisk -l

Meine SD-Karte kann ich unter ‚/dev/sdb‘ ansprechen. Nun kann das Image kopiert werden.

dd if=<Pfad zum Image>/Armbian_5.92.4_Olinuxino-a20_Debian_buster_next_5.2.21.img of=/dev/sdb

Dies dauert in der Regel einige Minuten.

Headless ssh Login möglich machen

Um beim ersten Start des Armbian den ssh Login möglich zu machen müssen zwei Dateien kontrolliert und angepasst werden. Dabei halte ich es von Vorteil dem kleinen Rechner sofort eine statische IP-Adresse zu verpassen damit ich nicht im Router nachschauen muss welcher IP er vom DHCP bekommen hat.

Mein Linux mountet die SD-Karte nach dem kopieren automatisch. Sollte das bei euch nicht der Fall sein könnt ihr dies schnell mit zwei kurzen Befehlen im Terminal erzielen.

mkdir /mnt/sd-karte
sudo mount /dev/sdb1 /mnt/sd-karte/

Feste IP-Adresse

Das konfigurieren einer festen IP-Adresse ist in der Datei ‚/etc/network/interfaces‘ auf der SD-Karte möglich. Der leichtere Weg führt über den Dateiexplorer und einen Editor eurer Wahl, kann aber auch übers Terminal erledigt werden.

sudo nano /mnt/sd-karte/etc/network/interfaces

In der Datei die vorhandenen Einträge raus löschen oder mit ‚#‘ auskommentieren. Der relevante Eintrag sieht nachher wie folgt aus.

# Ethernet adapter 0
auto eth0
allow-hotplug eth0
iface eth0 inet static
address 192.168.1.23
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.1.1
dns-nameservers 192.168.1.1

Natürlich müssen die Netzwerkadressen entsprechend eures lokalen Netzwerk angepasst werden.

‚root‘ ssh Login ermöglichen

In der Datei ‚/etc/ssh/sshd_config‘ müssen wir kontrollieren ob der ‚root‘ Login via ssh erlaubt ist oder diese gegebenenfalls anpassen.

sudo nano /mnt/sd-karte/etc/ssh/sshd_config

In der Datei suchen wir nach ‚PermitRootLogin‘. Diese Option muss mit ‚yes‘ gesetzt sein. Sollte sie auf ’no‘ gesetzt sein ändern wir das!

Alle die aus Sicherheitsgründen den ‚root‘ Login lieber nicht dauerhaft zulassen können sich meinen Artikel aus der Serie LEMP-Stack anschauen und die ssh Konfiguration nach dem ersten Start des Armbian entsprechend anpassen.

First Login

Nach dem die SD-Karte im A20-OLinuXino-MICRO steckt, dieser mit dem Strom und Netzwerkkabel verbunden ist, können wir uns das erste mal headless übers Notebook Terminal einloggen.

ssh root@192.168.1.23

Das Armbian Standard root Passwort ist ‚1234‘.

Armbian Konfiguration

Noch schnell ein paar Einstellungen in der ‚armbian-config‘ anpassen. Dazu rufen wir diese auf.

armbian-config

Unter ‚Personal -> Timezone‘ sollte man dem System mitteilen in welcher Zeitzone es sich befindet. Damit später in OpenHAB auch zuverlässige Regeln abhängig von der Zeit erstellt werden können.

Unter ‚Personal‘ kann auch der ‚hostname‘ oder der ‚Welcom screen‘ entsprechend den eigenen Wünschen angepasst werden.

Da meine DS2482-100S OneWire Konverter via I2C mit dem Board kommunizieren müss natürlich auch die I2C-Schnittstellen aktiviert sein. Dies können wir unter ‚System -> Hardware‘ erledigen. Dazu bei den gewünschten Komponenten die ‚Leertaste‘ drücken. Sie werden dann mit einem ‚*‘ als aktiviert markiert. Anschließend ‚Save‘ mit ‚Enter‘ bestätigen und der Frage des ‚Reboot‘ zustimmen.

Ausblick

Im folgenden Artikel werde ich die Installation von OpenHAB 3 beschreiben. Diese ist schnell erledigt wenn ein Armbian installiert und der ‚root‘ zugriff gewährleistet ist.


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